Welcome to LibreOffice Download 10.06.2026 02:22

LibreOffice 2026: Mobile und Webversion geplant

LibreOffice Mobile Online

Einleitung

Seit mehreren Jahren fordern die Nutzer von LibreOffice eine mobile Version sowie eine direkt über einen Browser zugängliche Version. Bisher konzentrierte sich das Projekt hauptsächlich auf Desktop-Computer. Doch die Dinge scheinen sich schnell zu entwickeln.

LibreOffice 2026 rückt damit stärker in Richtung Mobile, Webbrowser, Cloud-Umgebung und gemeinschaftliches Bearbeiten. Im Mittelpunkt stehen weiterhin freie Software, offene Formate wie ODF und die Kontrolle der Nutzer über ihre Dokumente.

Neue Strategie von The Document Foundation

Am 27. Mai 2026 veröffentlichte die Document Foundation eine neue Strategie zum Web- und Mobile-Entwicklung von LibreOffice. Diese Ankündigung ebnet den Weg für eine mögliche zukünftige mobile Version von LibreOffice, aber auch für eine Online-Version, die direkt im Internetbrowser funktionieren kann.

Die Strategie betrifft nicht nur eine neue Oberfläche. Sie beschreibt auch technische Arbeiten, die LibreOffice auf mehreren Geräten nutzbar machen sollen. Dazu gehören Desktop-Computer, Mobilgeräte, Browser und Cloud-Umgebungen.

Fortschritte im Projekt

Obwohl noch kein endgültiges Produkt verfügbar ist, zeigen die veröffentlichten technischen Ausrichtungen deutlich, dass das Projekt vorankommt.

Für Anwender bedeutet das vor allem: LibreOffice bleibt weiterhin ein Desktop-Programm, soll aber künftig besser mit mobilen und webbasierten Arbeitsweisen verbunden werden.

LibreOffice möchte über den Desktop hinausgehen

Heute läuft LibreOffice hauptsächlich auf Windows, Linux und macOS. Das Projekt bietet auch einen eingeschränkten Android-Viewer an, hat aber immer noch kein echtes, vollständiges Büro-Paket für Mobilgeräte wie Google Docs oder Microsoft 365.

Diese Situation könnte sich jedoch ändern.

Die Meetings zwischen dem technischen Team und dem Vorstand der Document Foundation zeigen den Willen, das LibreOffice-Ökosystem zu modernisieren. Das Projekt möchte nun mehrere Plattformen abdecken:

  • Desktop-Computer
  • Android-Mobilgeräte
  • iPhone und iPad
  • Webbrowser
  • Cloud-Umgebung
  • Gemeinschaftliches Bearbeiten

Diese Entwicklung kommt direkt den Erwartungen der Nutzer entgegen, da viele Dokumente von ihrem Telefon aus bearbeiten oder online arbeiten möchten, ohne Software installieren zu müssen.

Die genannten Plattformen zeigen, dass LibreOffice nicht nur als klassisches Office-Paket auf dem Schreibtisch gedacht ist. Dokumente sollen auch dann erreichbar sein, wenn Nutzer unterwegs sind, ein Tablet verwenden oder nur einen Browser zur Verfügung haben.

Eine Webversion von LibreOffice wird glaubwürdiger

Die wichtigste Ankündigung betrifft wahrscheinlich die Arbeit an WebAssembly, oft als WASM bezeichnet.

Diese Technologie ermöglicht es, komplexe Anwendungen direkt in einem Webbrowser auszuführen. LibreOffice könnte also online funktionieren, ohne stark von einem entfernten Server abhängig zu sein.

Nach Informationen der Document Foundation gibt es bereits einen funktionalen Prototyp, der auf Qt 6 und WebAssembly basiert.

Das Prinzip scheint einfach zu sein:

Klassisches Arbeiten Zukünftiger Ansatz von LibreOffice
Berechnungen auf dem Server durchgeführt Berechnungen im Browser durchgeführt
Hohe Serverlast Reduzierte Last
Kostspielige Infrastruktur Leichtere Hosting
Hohe Abhängigkeit von Cloud Autonomer Betrieb

Dieser Ansatz könnte ein großer Vorteil für Behörden, Schulen oder Unternehmen sein, die die Kontrolle über ihre Daten behalten möchten.

WebAssembly ist in diesem Zusammenhang interessant, weil es Programme im Browser ausführen kann. Für LibreOffice würde das bedeuten, dass Teile der Arbeit direkt auf dem Gerät des Nutzers stattfinden können. Dadurch wird der Browser zu einem wichtigeren Bestandteil der Office-Nutzung.

Warum eine Webversion von LibreOffice so interessant ist

Der Markt hat sich in den letzten Jahren verändert.

Heute arbeiten viele Benutzer direkt in ihrem Browser. Google Docs hat diesen Ansatz populär gemacht, während Microsoft stark auf Microsoft 365 setzt.

LibreOffice blieb in diesem Bereich zurück.

Eine Webversion würde jedoch viele Anwendungen ermöglichen:

  • Ein ODT-Dokument schnell öffnen
  • Eine DOCX-Datei ohne Installation bearbeiten
  • Von einem Tablet aus arbeiten
  • Von mehreren Geräten auf seine Dateien zugreifen
  • LibreOffice auf Chromebooks nutzen
  • Fernzusammenarbeit

Diese Entwicklung könnte auch die Präsenz von LibreOffice in Schulen und öffentlichen Diensten stärken.

Für den Alltag wären vor allem einfache Aufgaben wichtig: ein Textdokument prüfen, eine Tabelle öffnen, eine Präsentation ansehen oder eine Datei im Browser bearbeiten. Die bereits genannten Formate ODT und DOCX spielen dabei eine zentrale Rolle, weil viele Nutzer regelmäßig Dokumente austauschen.

LibreOffice mobile zielt auf Android und iOS ab

Die Strategie 2026 erwähnt auch eine Beschleunigung des mobilen Projekts.

Die Entwickler möchten die Benutzeroberfläche verbessern und Tests auf Android und iOS durchführen. Das Ziel besteht also nicht nur darin, Dokumente anzuzeigen, sondern eine echte mobile Büroerfahrung zu bieten.

Im Moment scheint das Projekt noch in der technischen Phase zu sein. Dennoch zeigen mehrere Elemente, dass das Vorhaben ernst wird:

  • Entwicklung einer benutzerfreundlichen Oberfläche für Touchscreens
  • Tests auf Android-Emulatoren
  • Spezifische Arbeiten für iOS
  • Leistungsoptimierung
  • Anpassung der LibreOffice-Engine für Mobilgeräte

Diese Ausrichtung könnte in den kommenden Jahren zu einer echten LibreOffice Mobile-App führen.

Eine mobile Oberfläche muss anders funktionieren als eine Desktop-Oberfläche. Auf Smartphones und Tablets stehen weniger Platz, Touch-Bedienung und kleinere Bildschirme im Vordergrund. Deshalb sind eine angepasste Benutzeroberfläche und Leistungsoptimierung für Android und iOS wichtige Punkte der genannten Arbeiten.

LibreOffice Online könnte der Open-Source-Software treu bleiben

Ein weiterer Punkt fällt ins Auge.

Die Document Foundation betont stark die Verwendung von Open-Source-Technologien und digitale Souveränität. Diese Position unterscheidet sich stark von den geschlossenen Cloud-Lösungen, die von einigen großen US-Unternehmen angeboten werden.

Das Projekt möchte unter anderem:

  • Vollständige Unterstützung des ODF-Formats beibehalten
  • Die Freiheit der Benutzer schützen
  • Abhängigkeit von proprietären Plattformen vermeiden
  • Öffentliche Initiativen rund um die freie Software unterstützen

Diese Philosophie bleibt im Einklang mit der Geschichte von LibreOffice.

In einem Kontext, in dem viele europäische Regierungen nach Alternativen zu den amerikanischen Cloud-Riesen suchen, könnte eine freie und unabhängige Webversion ihr Publikum finden.

Das ODF-Format bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil. Es erlaubt die Arbeit mit offenen Dokumentformaten und passt zu einem Office-Paket, das auf freie Software und offene Standards setzt.

Kollaboratives Bearbeiten wird zur Priorität

Die Meetings behandeln auch das kollaborative Bearbeiten.

Heute dominiert Google Docs in diesem Bereich. Dennoch möchte die Document Foundation ihre eigenen Lösungen für die Zusammenarbeit entwickeln.

Das Projekt sieht Tests vor zu:

  • Direkten TCP/IP-Verbindungen
  • Eine stabilen Client-Server-Architektur
  • Künftigen Peer-to-Peer (P2P)-Forschungen

Das Ziel besteht darin, mehreren Personen zu ermöglichen, gleichzeitig an einem Dokument zu arbeiten.

Diese Funktion wird 2026 nahezu unabdingbar, da das Homeoffice und das Arbeiten in externen Teams stark zugenommen haben.

Kollaboratives Bearbeiten betrifft typische Office-Aufgaben: Kommentare in einem Dokument, gemeinsame Änderungen in einer Datei oder das gleichzeitige Arbeiten an Inhalten. Die genannten Tests zu TCP/IP, Client-Server und P2P betreffen die technische Grundlage für solche Funktionen.

Zwei Versionen von LibreOffice könnten coexistieren

Die Document Foundation macht einen wichtigen Punkt klar: Die Desktop-Version von LibreOffice bleibt die Priorität.

Das Projekt wird weiterhin zwei große Updates pro Jahr für die Desktop-Versionen veröffentlichen.

Das bedeutet wahrscheinlich, dass mehrere Versionen nebeneinander existieren werden:

  1. LibreOffice Desktop
  2. LibreOffice Mobile
  3. LibreOffice Web
  4. Cloud-basierte Kollaborationswerkzeuge

Diese Strategie erscheint logisch, da viele professionelle Benutzer aus Gründen der Geschwindigkeit, Vertraulichkeit oder Stabilität immer noch lokale Software bevorzugen.

Die Desktop-Version bleibt damit der feste Kern des Projekts. Mobile und Web sollen diesen Kern ergänzen, nicht ersetzen. So könnten Nutzer je nach Situation lokal, mobil oder im Browser arbeiten.

Welche Herausforderungen stehen LibreOffice bevor

Das Projekt bleibt ehrgeizig, aber mehrere Schwierigkeiten zeigen sich bereits.

Leistungen

Eine vollständige Bürosoftware in einem Browser zum Laufen zu bringen, erfordert viele Optimierungen. Die Entwickler müssen ein reibungsloses Erlebnis auf teilweise bescheidenen Geräten aufrechterhalten.

Die Touch-Oberfläche

LibreOffice hat eine Benutzeroberfläche, die historisch auf Maus und Tastatur ausgerichtet war. Die Anpassung an Touchscreens stellt eine enorme Herausforderung dar.

Kompatibilität

Das Projekt muss weiterhin Folgendes verwalten:

  • ODT
  • DOCX
  • XLSX
  • PPTX
  • PDF
  • Makros
  • Erweiterungen

Diese Kompatibilität erfordert umfangreiche Tests.

Die Finanzierung

Die Document Foundation erinnert auch an die Wichtigkeit von Spenden und öffentlichen Mitteln. Die Entwicklung einer mobilen und Cloud-Suite kostet viel Geld und erfordert mehr Entwickler.

Die genannten Herausforderungen betreffen sowohl die Bedienung als auch die technische Umsetzung. Browser, Mobilgeräte, Dateiformate, Makros und Erweiterungen müssen zusammen funktionieren, damit Nutzer ihre vorhandenen Dokumente weiterverwenden können.

Eine logische Entwicklung für LibreOffice

Diese neue Strategie zeigt vor allem, dass LibreOffice sich weigert, stillzustehen.

Während lange Zeit einige Benutzer das Projekt als zu stark auf das traditionelle Büro zentriert betrachteten, scheint die Document Foundation nun entschlossen zu sein, in mehreren Bereichen aufzuholen:

  • Mobilität
  • Cloud
  • Kollaboration
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Benutzererfahrung

Dennoch behält LibreOffice einen anderen Ansatz als die Giganten der Branche bei.

Das Projekt setzt weiterhin auf:

  • freie Software
  • offene Standards
  • digitale Unabhängigkeit
  • Datenschutz
  • keine obligatorischen Abonnements

Dieser Unterschied könnte in den kommenden Jahren tatsächlich ein wichtiger Vorteil werden.

Eine zukünftige glaubwürdige Alternative zu Google Docs?

Es bleibt noch viel zu tun, bevor eine stabile und für die breite Öffentlichkeit zugängliche Webversion von LibreOffice verfügbar ist.

Die im Mai 2026 veröffentlichten Ankündigungen zeigen jedoch, dass das Projekt diese Richtung endlich ernsthaft verfolgt.

Wenn die Teams es schaffen,:

  • eine flüssige mobile Version anzubieten
  • eine leistungsfähige Webversion zu entwickeln
  • eine effektive kollaborative Bearbeitung zu ermöglichen
  • gute Unterstützung der Microsoft Office-Formate zu gewährleisten

dann könnte LibreOffice eine viel glaubwürdigere Alternative zu Google Docs und Microsoft 365 werden.

Für Benutzer, die Wert auf freie Software, digitale Souveränität und offene Formate legen, stellt diese Entwicklung wahrscheinlich eine der wichtigsten Veränderungen in der jüngeren Geschichte des LibreOffice-Projekts dar.

FAQ zu LibreOffice Mobile und LibreOffice Web

Gibt es bereits eine vollständige mobile Version von LibreOffice?

Im Artikel wird beschrieben, dass LibreOffice bisher hauptsächlich auf Windows, Linux und macOS läuft. Es gibt einen eingeschränkten Android-Viewer, aber noch kein vollständiges mobiles Büro-Paket.

Welche Plattformen werden in der Strategie 2026 genannt?

Genannt werden Desktop-Computer, Android-Mobilgeräte, iPhone und iPad, Webbrowser, Cloud-Umgebungen und gemeinschaftliches Bearbeiten.

Welche Rolle spielt WebAssembly für LibreOffice?

WebAssembly, oft WASM genannt, soll komplexe Anwendungen im Browser ausführbar machen. Laut Artikel gibt es bereits einen funktionalen Prototyp auf Basis von Qt 6 und WebAssembly.

Welche Dateiformate bleiben für LibreOffice wichtig?

Im Artikel werden ODT, DOCX, XLSX, PPTX und PDF genannt. Außerdem werden Makros und Erweiterungen als Kompatibilitätsbereiche erwähnt.

Bleibt LibreOffice Desktop weiterhin wichtig?

Ja. Die Document Foundation macht laut Artikel klar, dass die Desktop-Version von LibreOffice weiterhin Priorität hat und weiter zwei große Updates pro Jahr erhalten soll.

Fazit

LibreOffice 2026 beschreibt eine Entwicklung hin zu Mobile, Webbrowser, Cloud und Zusammenarbeit. Gleichzeitig bleiben die Desktop-Version, ODF, Open-Source-Technologien und digitale Souveränität zentrale Bestandteile des Projekts.